Eiskalte Geschäfte

Die Energieriesen Shell und Gazprom haben sich erstmals an das ewige Eis gewagt. Im September begann Shell seine Bohrungen in der Arktis- denn es locken Milliardengewinne.

Experten vermuten etwa 90 Milliarden Barrel (ein Barrel = 159 Liter) Öl in der Arktis. Der größte Teil davon lagert unter dem Meeresboden. Diese Menge würde reichen, um den derzeitigen Weltverbrauch für etwa drei Jahre zu decken.

Doch die Risiken sind hoch: keiner weiß, wie man mit einem Ölunfall in dieser Region umgehen könnte, außerdem würde das Öl durch die Bedingungen dort viel länger im Ökösystem bleiben und so die Schäden vergrößern. 14 Tage würden rettungsschiffe zur Bohrstelle brauchen. Doch Shell spürte schnell, wie riskant das Vorhaben war: die Arbeiten mussten abgebrochen werden, etwa weil Technik versagte oder Eisschollen gefährlich nahe kamen. Währenddessen versuchte Shell in den Niederlanden Ruhe in die Angelegenheit zu bringen-auf seine Weise. Der Ölmulti klagte gegen Greenpeace und forderte eine einstweilige Verfügung, die Greenpeace-Proteste in weniger als 500m Entfernung zu einem Shell-Gebäude nicht erlaubte. Doch das Gericht verweigerte Shell diese zweifelhafte Taktik.

Auch Gazprom ist im kalten Norden aktiv: im Barentsee will  man bohren. Doch die Risiken sind groß: bei einem Unfall wären Gewässer von der Fläche Irlands betroffen, und auf der Stationen gibt es für Küstenschutzmassnahmen exakt 15 Schaufeln, 15 Eimer und einen Vorschlaghammer. Aktuell würde Gazprom mit den Bohrungen sogar illegal handeln. Skrupellose Machenschaften der Ölindustrie bedrohen wieder einmal die Umwelt.

http://www.savethearctic.org/

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