Im Namen der Industrie

Im Juli sollte sie fertig  sein, jetzt dauert es wohl noch bis Mai 2013: die efsa (European Food Safety Authority= Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde) vollzieht eine Neubewertung des Süßstoffes Aspartam. Dieser ist bereits in mehreren Tausend Produkten zu finden. Kritiker befürchten Risiken-. So steht Aspartam im Verdacht, verschiedene Krebsarten auszulösen. Auch Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit und die Figur (Dickmacher?) sind nicht unumstritten. Die Risiken oder eben Nicht-Risiken sollen hier aber gar nicht zum Thema werden, vielmehr die Einflussnahme der Industrie.Bild

Hübsches Adbusting–LobbyControl

Im September 2011 berichtete die Gruppe „LobbyControl“ über die Vorgänge: die efsa hatte zwei neue Mitglieder in ein Gremium zu Zusatzstoffen berufen:  Riccardo Crebelli und Ursula Gundert-Remy. Beide hätten nach efsa-Regeln ihre Interessenkonflikte offenlegen müssen, also zum Beispiel Lobbyistentätigkeit. Taten sie aber nicht-zumindest nicht freiwillig. Erst nachdem eine Recherche durch NGO´s ihre Tätigkeiten ans Licht brachte, sagten sie die Wahrheit: Sie hatten für das International Life Sciences Institute gearbeitet. Dieses wird finanziert von (u.a.) „Coca-Cola, Danone, Kraft, Unilever, Nestlé, McDonalds, BASF, Monsanto und einem führenden Hersteller von Aspartam, Ajinomoto.“(LobbyControl). So hat die Industrie wieder mal ihre Finger im Spiel- und die Betroffenen verschweigen es, und verstoßen dabei gegen efsa-Regeln.

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