Zwangsarbeit für Zara

Sklaverei ist ein großer Begriff. Doch das, was in einem ZARA-Zuliefererbetrieb in Brasilien im September 2011 entdeckt wurde, ist Sklaverei. ZARA ist eine bekannte Modemarke des spanischen Inditex-Konzerns, dem mit dieser Firma der Durchbruch gelang. 10, 11 Milliarden Euro Umsatz macht das Unternehmen jedes Jahr, und in einigen Kategorien ist es der größte Textilhersteller der Welt vor H&M, Gap und Nike.  Zu dem Unternehmen gehören so bekannte Marken wie ZARA, Massimo Dutti oder StradivariusBild

2011 war ein gutes Jahr für Zara: 10.000 neue Mitarbeiter, mehr als 350 neue Filialen. Doch aus Brasilien kamen schlechte Nachrichten:  die Staatsanwaltschaft hatte ein Verfahren eingeleitet. Der Grund. Bei Razzien wurde in drei ZARA-Lieferanten Bolivianer entdeckt, die illegal und unter ausbeuterischen Bedingungen dort arbeiteten. Inditex steht nicht zum ersten Mal wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik (2000; Ausbeutung und sexueller Missbrauch in Marokko). 14 Stunden am Tag hätten die Schwarzarbeiter unter gesundheitsschädlichen und entwürdigenden Bedingungen arbeiten müssen. Die hygienischen Zustände in den Unterkünften seien sehr bedenklich. Wie Zwangsarbeiter seien die Mitarbeiter gehalten worden.

Überstunden, keine Gewerkschaften, Dumpinglöhne, Umweltverschmutzung, Gesundheitsgefährdung: die Textilbranche arbeitet nicht sauber, doch was 130 km südlich von Sao Paulo passierte, hat eine völlig neue Dimension. Daher musste ZARA auch mehr als eine Million Strafe zahlen.

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