About

Nun, wer sich die Texte auf dieser Seite durchliest, hat sicher einiger Fragen. Die sollen hier-soweit möglich- beantwortet werden.

Wer: ich heiße David und lebe in Hamburg. Aber es geht hier nicht um mich, sondern um Inhalte

Warum?: Sie werden hier niemals Pferdegeschichten oder Notizen zur Vogelbeobachtung finden. Dieser Blog ist der kritischen Beobachtung der Gesellschaft von heute in all ihren Facetten gewidmet. Besonders intensiv bearbeite ich das Thema des grenzen- und oft auch kopflosen Konsums in der westlichen Welt und seine Folgen. Woher kommt das, was wir kaufen, essen, tragen? Wer trägt die Kosten dafür? Was kann ich bedenklos kaufen, was nicht? Was steckt hinter Labels und Firmenlogos. Ausbetung made in China? Schmutzige Machenschaften der Weltkonzerne? Umweltzerstörung im großen Maß? Profits over people? All dies ist meiner Ansicht nach Folge unseres unbedachten Konsums. Unkritisch landen fragwürdige Produkte in unseren (auch oft meinen!) Einkaufstüten. Ohne jedes Hinterfragen stützen wir die Multis, die unsere Lieblingsschokolade produzieren.  Dabei gibt es unzählige Beispiel, dass Druck durch die Verbraucher vieles bewirkt. Wenn man die dunklen Seiten der Konzerne erst ans Licht bringt und protestiert, wird sich was ändern. Peak Oil- irgendwann müssen wir spritsparend fahren. Peak Consumer- irgendwann müssen wir uns über den Kaufrausch Gedanken machen. Schon Secondhandsachen tragen dazu bei, die Wegwerfgesellschaft abzuschaffen.  Daher sollen sich in diesem Blog nicht nur Momentaufnahmen der Konsequenzen dieses Verhalten finden, sondern auch hilfreiche Tipps und Infos über die Gegenkultur zu diesem Lebensstil. Denn es gibt sie: fair gehandelte Schokolade, Kleidung, die nicht aus Sweatshops in Asien kommt, Erfrischungsgetränke, die nicht aus Hause Coca-Cola,  des neuen Imperialisten, stammen. Es gibt nur eine Welt, und die gehört nicht den Konzernen, sondern uns. Und wie diese Welt aussieht, das liegt in unseren Händen. Wie unsere  Nachkommen leben werden- unsere Verantwortung-steht auf

polyp.org.uk

Neben diesen Beiträgen findet man auch einiges über den amerikanischen Krieg gegen den Terror. Den steckt man nicht in die Einkaufstüte, aber auch er gehört zu einer Entwicklung in der Gesellschaft der westlichen „entwickelten“ Welt, die mir ganz und gar nicht zusagt. Die USA (bzw. vor allem ihre Regierung) sehen sich als Vorreiter bei der Demokratie und zeigen gerne mit dem Finger auf Tyrannen in der ganzen Welt. Im jährlichen Menschenrechstbericht des US Dept. of State wird jeder kritisiert, auch die engsten Verbündeten- außer den USA selbst natürlich. Nach den fürwahr fürchterlichen Anschlägen des 11. September begann die Regierung, die Hintermänner der Anschläge zu jagen. Das außergesetzliche Lager Guantanamo wurde von einer neoliberalen Regierung gebaut, die vor allem auf Rache aus war. Was sie in den vergangenen Jahren tat, beruht hauptsächlich auf einer Ansicht, die leider auch bei vielen Amerikanern und Europäern Zustimmung findet: diese Menschen haben schreckliches getan, ihr Ziel ist es, den Westen zu zerstören (stimmt auch), und daher dürfen wir sie behandeln wie den letzten Dreck. Doch Verschleppung, Folter und illegitime Haft dürfen in einer Demokratie nie in Betracht gezogen werden. Auch Chalid Sheikh Mohammed, der Chefplaner hinter dem gewaltsamen Tod Tausender, hat ein Recht auf faire Behandlung.

Das ist doch das Grundprinzip, auf dem die USA aufgebaut sind. Beweis: nach der Schlacht von Trenton, New Jersey am 26. Dezember 1776 nahmen die amerikanischen Freiheitskämpfer einige für Großbritannien kämpfende deutsche Söldner als Gefangene und waren drauf und dran, diese pbel zuzurichten. Da trat der US-Nationalheld George Washington auf den Plan und befahl:

„Behandelt sie menschlich und gebt ihnen keinen Grund, sich über unsere Nachahmung des brutalen Beispiels der Behandlung unserer Brüder, die in die Hände der britischen Armee gefallen sind“

Zina Saunder@ ccrjustice.org

(Treat them with humanity, and let them have no reason to complain of our copying the brutal example of the British Army in their treatment of our unfortunate brethren who have fallen into their hands,’ he wrote)

Heißt: anstatt, wie die britischen Soldaten es taten, die Kriegsgefangenen zu malträtieren, wollte George Washington seine Gefangenen gut behandeln und damit die moralische Stärke der USA gegenüber dem Gegner beweisen. Darauf ist God´s own nation aufgebaut. Doch George junior und seinen Kumpanen war das nach 9/11 scheinbar völlig egal.

Daneben ist anzumerken, dass die US-Armee oft die falschen erwischt hat. Viele Unschuldige mussten in Guantánamo sitzen, die US-Knäste im Irak waren auch nicht besser.  Der Journalist Seymour Hersch zitiert einen Geheimdienstmitarbeiter, der darüber spricht, was einer seiner CIA-Kollegen bei einem Besuch in Guantánamo herausfand:

„Bezogen auf die Stichprobe, die er erhoben hatte, waren mehr als die Hälfte der Gefangenen durch Unrecht dort inhaftiert“

Seymour M. Hersh, „Die Befehlskette: Vom 11. September bis Abu Ghraib“, Rowohlt, 2004 (original: Chain of Command), Seite 20

Ähnliches berichtet der Reporter Mark Danner, der aus einem Bericht des Roten Kreuzes zitiert

„Bestimmte militärische Nachrichtendienstler der Koalitionskräfte teilten dem ICRC mit, dass ihrer Schätzung zufolge zwischen 70 und 90 Prozent der im Iraq internierten Personen versehentlich festgenommen wurden“

Mark Danner, „Torture and Truth: America, Abu Ghraib and the War on Terror, Granta Books, 2004 (keine dt. Übersetzung), Seite 3

Dies ist nur ein kleiner Auszug, der zeigen sollte, wen die USA wirklich erwischten. Dass in Guantánamo, im irakischen Abu Ghraib, im afghanischen Bagram und in anderen US-Lagern in Afghanistan, dem Irak, Polen, Rumänien, Thailand, Litauen und anderswo schwere Menschenrechtsverletzungen begangen wurden, ist mittlerweile öffentlich bekannt. Wer es genau will, kann ja mal in der Artikelliste stöbern

Wann: angefangen hat alles am 20.6.12, ein Ende ist nicht in Sicht und wird auch nicht erstrebt 🙂 Artikel gibt es, so oft ich kann.

Ich hoffe, ich konnte euch/ihnen hier einen kleinen Einblick gewähren. Weitere Fragen beantworte ich gerne

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